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Der Wald ist kein Komposthaufen

Der Wald ist kein Komposthaufen

Häufig wird beobachtet, wie Gartenabfälle in der Landschaft abgeladen werden. Diejenigen, die ganze Wagenladungen von Gartenabfällen einfach im Wald abkippen oder auch nur eine Schubkarrenladung voll im Wald verteilen, handeln gesetzwidrig. Auch wenn das Material mit der Zeit wieder verrottet, handelt es sich trotzdem um eine Belastung und einen Eingriff in den Naturhaushalt. Durch die meist größeren Mengen von Gartenabfällen wird zunächst einmal die natürliche Vegetation abgedeckt und damit zerstört. Oft kann nicht einmal eine geregelte Verrottung vor sich gehen, das Material fängt an zu faulen, da es die falsche Konsistenz besitzt.

Viele Pflanzen, und zwar gerade die selteneren, sind auf einen nährstoffarmen Standort angewiesen. Daher sollte ein künstlicher Nährstoffeintrag in Wälder, in Gebüsche, auf Wegrändern und auf unbebauten Grundstücken unbedingt vermieden werden.

Aus ähnlichen Gründen wie den vorgenannten, ist auch die Gartenabfallentsorgung über den Zaun generell abzulehnen. Hinzu kommt allerdings noch ein ästhetischer Aspekt. Wildwuchs ist sicher angenehmer fürs Auge, als Berge von Grasschnitt und vertrockneten Blumen.

Für dieses Problem gibt es drei Lösungen. Die Kompostierung von Garten- und Küchenabfällen im eigenen Garten ist sicherlich die beste Lösung. Ein Vorteil ist, daß die eigenen Abfälle gleich am Entstehungsort in hochwertigen Kompost zur Bodenverbesserung umgewandelt werden und somit das Ausgangsmaterial bekannt ist. Wer einen kleinen Garten besitzt, kann sich mit einem Schnellkomposter behelfen, der Küchen- und Gartenabfälle in wenigen Wochen zu Kompost verarbeitet. Äste können vom Häckseldienst der Stadt zerkleinert werden. Die Termine sind im Abfallkalender veröffentlicht.

Die bequemste Möglichkeit der Entsorgung ist die Abholung vor der Haustür, die Gartenabfallsammlung. Jeweils dreimal im Frühjahr und im Herbst sowie einmal im Sommer werden Gartenabfälle mit einer Straßensammlung abgeholt. Die Termine sind im Abfallkalender angegeben.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, Gartenabfälle am Bauhof in Friedrichsdorf gegen ein geringes Entgeld (12,50 Euro pro Kubikmeter) abzuliefern. Die Öffnungszeiten des Bauhofes in der Max-Planck-Straße 28 sind freitags von 13.00 bis 17.00 Uhr und samstags von 9.00 bis 13.00 Uhr.

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